Sexuelle Erfahrungen mit Drogen: Cannabis, MDMA und Kokain werden am häufigsten konsumiert

Sexuelle Erfahrungen mit Drogen: Cannabis, MDMA und Kokain werden am häufigsten konsumiert

Chemsex ist eine Zusammenführung der englischen Begriffe "Chemical" und "Sex".Diese Praxis ist im gesamten Ärmelkanal, aber auch in anderen westlichen Ländern sehr verbreitet und beeinflusst nicht nur sexuelle Beziehungen, sondern auch den Konsum von Drogen.Dies zeigt eine neue Studie von Forschern des University College London (UCL), die im Journal of Sexual Medicine veröffentlicht wurde.Alkohol, Cannabis sowie MDMA und Kokain sind den Autoren zufolge die am häufigsten mit Sex in Verbindung gebrachten Substanzen.

Drogen, die das Verlangen und die Intimität steigern

Um den Zusammenhang zwischen Substanzkonsum und Sex besser zu verstehen, haben Forscher im Rahmen des Global Drug Survey, einer großen Drogenumfrage weltweit, rund 22.000 Briten befragt.Die Teilnehmer beantworteten online Fragen zu den Drogen, die sie in Kombination mit Sex konsumieren.Es wurden spezifische Fragen zum Gebrauch von Drogen gestellt, um ihre sexuelle Erfahrung zu verbessern und wie diese Drogen ihren Geschlechtsverkehr beeinflussen.

Erste Beobachtung der Studienautoren: Chemsex ist weit verbreitet, unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung.„Obwohl Drogenkonsum in Kombination mit und zur gezielten Steigerung der sexuellen Erfahrung tendenziell mit schwulen und bisexuellen Männern in Verbindung gebracht wird, haben wir in unserer Stichprobe festgestellt, dass sowohl Männer als auch Frauen aller sexuellen Orientierungen dieses Verhalten annahmen“, sagt Erstautor Dr. Will Lawn, der argumentiert, dass Präventionsbotschaften nicht nur an schwule und bisexuelle Männer gerichtet sein sollten, „weil sie für alle Gruppen relevant sind“.

Zweite Beobachtung: Alkohol und Cannabis, aber auch MDMA und Kokain sind die am häufigsten beim Geschlechtsverkehr konsumierten Substanzen.Es scheint jedoch, dass GHB / GBL und MDMA unter Chemsex-Enthusiasten am höchsten bewertet werden, da sie "sexuelles Verlangen" bzw. "Emotionalität und Intimität" steigern.

Während Frauen und Männer aller sexuellen Orientierungen Chemsex praktizieren, zeigen die Ergebnisse, dass sich der Drogenkonsum zwischen den Kategorien unterscheidet.So wurden Substanzen, die als "sexchemische" Drogen gelten, wie Methamphetamin, Mephedron und GHB / GBL, häufiger von schwulen und bisexuellen Männern in Kombination mit Sex konsumiert.

Drogenkonsum besser verstehen für eine bessere Prävention

Für die Autoren der Studie sind diese Daten wichtig, weil sie helfen zu verstehen, wie und warum Menschen Drogen nehmen.Sie sind daher von unschätzbarem Wert, um gezieltere Präventionsbotschaften auszurichten.„Indem Sie mit Ihrem Publikum kommunizieren und akzeptieren, dass Drogen sowohl Freude als auch Schaden bringen, können Sie Botschaften zur Schadensminderung zuverlässiger und differenzierter übermitteln“, sagt Dr. Lawn.

„Unsere Studie ist bei weitem die wichtigste, um den Zusammenhang zwischen Sex und Drogen zu untersuchen. Frühere Studien haben selten Männer und Frauen und Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung verglichen“, ergänzt Professor Adam Winstock, Mitautor der Studie und Gründer und Direktor des Weltdrogensurveys."Außerdem können wir unsere Botschaften zur Schadensminderung anpassen, indem wir die Wirkung verschiedener Drogen auf das Sexualleben schätzen. Diese pragmatischen Botschaften können Leben retten."

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